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Form
und Technik im Wandel der Stilarten |
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In der Frühzeit wurden
sämtliche Holzarbeiten von einem Handwerker, dem Zimmermann
ausgeführt.
Die Schreiner (Tischler) hatten lange keine eigene Zunft,
sie waren den Zimmerleuten angeschlossen. Erst in der karolingischen
Zeit wurden zwischen Schreinern, Drechslern und Zimmerleuten
unterschieden.
Romanische Zeit: 14 - 15.
Jahrhundert
Werkzeuge:
Axt, Beil, Breitbeil, Queraxt, Säge, einfacher Hobel,
Stimmeisen, Hohleisen, Schneidemesser, Schnitzmesser,
Bohrer und Hammer.
Truhen wurden mit der Axt aus einem Baumstamm herausgeschlagen,
später wurden die Bretter mit Eisenbeschlägen
zusammengehalten. Verleimt wurde nur, wenn größere
Bretter erforderlich waren. Im Mittelalter gab es keine
Möbel im herkömmlichen Sinn, es gab Schlafnischen,
Wandschränke wurden fest in die Häuser eingebaut,
Stühle und Sessel waren Pfostenkonstruktionen. Die
Oberfläche der Möbel war meist unbehandelt,
höchstens durch Wachs oder Firnis geschützt.
Werkzeuge:
Beginn des 14. Jahrhunderts
Erfindung der Sägemühle, Profilhobel, Kehlhobel,
Sims- oder Falzhobel, Stech- und Hohleisen.
Die Möbel erhalten ein
konstruktives Gerüst, die technische Entwicklung nimmt
einen Aufschwung. Tragende Teile wurden betont. Um das Reißen
der Bretter und
Das Aufgehen der Fugen bei verleimten Stücken zu verhindern,
wurden die Flächen in kleine Felder geteilt, die zwischen
die konstruktiv wichtigen Teile gefügt wurden. Es wurde
verzapft, verbohrt und genutet. Die Zinken als Eckverbindung
wurde eingeführt. Als Schmuck dienten Ornamente wie
Zinnen oder Maßwerk. Die Füllungen wurden von
Profilen und Kehlstößen gerahmt. Schränke
und Truhen hatten Kupferfüße. Die Möbel
wurden durch Bänder und Schlösser kunstvoll gestaltet.
Renaissance:
Völlige Umwälzung in stilgeschichtlicher
Hinsicht. Technisch galten die entwickelten Systeme der
Gotik. Der ganze Formschatz der Antike wird auf die Möbel
übertragen: Säulen, Gebälke mit Triglyphen
und Metopen, Halbsäulen mit Kanneluren, Harmen und
Kartityden, um nur einiges zu nennen. Für Gebrauchsmöbel
wurde schön gemasertes Nußbaumholz bevorzugt.
Neue Schmuckformen bildeten Intarsien, ganze Stilleben und
Genreszenen. Von Italien ausgehend verbreitete sich der
neue Stil in ganz Europa. Der Behandlung der Oberflächen
wurde immer größere Bedeutung geschenkt. Um vielfarbige
Intarsien herstellen zu können, wurde die Furnier in
allen Tönen gefärbt.
Barock und Rokoko:
Die beiden Stilrichtungen stellten an die
Handwerker die höchsten Anforderungen.
Geschweifte Formen, Profile und raffinierte Furnieren erforderten
nicht nur handwerkliche Fertigkeit, sondern auch künstlerisches
Geschick.
Klassizismus und Biedermeier:
Jetzt erst wurden die Möbel wieder
einfacher. Um ein Reißen oder Verziehen großer
Flächen möglichst zu verhindern, wurde im Verlauf
des 19. Jahrhunderts die Absperrtechnik entwickelt.

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