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Vorwort

Form und Technik im Wandel der Stilarten
Alte Möbel erkennen und restaurieren
Bauteile, Konstruktionsprinzipien und Möbeltypen
Echt oder falsch ?
Das Restaurieren

Glossar

letzte Änderung: 22. März 2000


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Form und Technik im Wandel der Stilarten

In der Frühzeit wurden sämtliche Holzarbeiten von einem Handwerker, dem Zimmermann ausgeführt.
Die Schreiner (Tischler) hatten lange keine eigene Zunft, sie waren den Zimmerleuten angeschlossen. Erst in der karolingischen Zeit wurden zwischen Schreinern, Drechslern und Zimmerleuten unterschieden.

Romanische Zeit: 14 - 15. Jahrhundert

Werkzeuge:
Axt, Beil, Breitbeil, Queraxt, Säge, einfacher Hobel, Stimmeisen, Hohleisen, Schneidemesser, Schnitzmesser, Bohrer und Hammer.

Truhen wurden mit der Axt aus einem Baumstamm herausgeschlagen, später wurden die Bretter mit Eisenbeschlägen zusammengehalten. Verleimt wurde nur, wenn größere Bretter erforderlich waren. Im Mittelalter gab es keine Möbel im herkömmlichen Sinn, es gab Schlafnischen, Wandschränke wurden fest in die Häuser eingebaut, Stühle und Sessel waren Pfostenkonstruktionen. Die Oberfläche der Möbel war meist unbehandelt, höchstens durch Wachs oder Firnis geschützt.

Gotik:

Werkzeuge:
Beginn des 14. Jahrhunderts Erfindung der Sägemühle, Profilhobel, Kehlhobel, Sims- oder Falzhobel, Stech- und Hohleisen.

Die Möbel erhalten ein konstruktives Gerüst, die technische Entwicklung nimmt einen Aufschwung. Tragende Teile wurden betont. Um das Reißen der Bretter und
Das Aufgehen der Fugen bei verleimten Stücken zu verhindern, wurden die Flächen in kleine Felder geteilt, die zwischen die konstruktiv wichtigen Teile gefügt wurden. Es wurde verzapft, verbohrt und genutet. Die Zinken als Eckverbindung wurde eingeführt. Als Schmuck dienten Ornamente wie Zinnen oder Maßwerk. Die Füllungen wurden von Profilen und Kehlstößen gerahmt. Schränke und Truhen hatten Kupferfüße. Die Möbel wurden durch Bänder und Schlösser kunstvoll gestaltet.
Renaissance:

Völlige Umwälzung in stilgeschichtlicher Hinsicht. Technisch galten die entwickelten Systeme der Gotik. Der ganze Formschatz der Antike wird auf die Möbel übertragen: Säulen, Gebälke mit Triglyphen und Metopen, Halbsäulen mit Kanneluren, Harmen und Kartityden, um nur einiges zu nennen. Für Gebrauchsmöbel wurde schön gemasertes Nußbaumholz bevorzugt. Neue Schmuckformen bildeten Intarsien, ganze Stilleben und Genreszenen. Von Italien ausgehend verbreitete sich der neue Stil in ganz Europa. Der Behandlung der Oberflächen wurde immer größere Bedeutung geschenkt. Um vielfarbige Intarsien herstellen zu können, wurde die Furnier in allen Tönen gefärbt.

Barock und Rokoko:

Die beiden Stilrichtungen stellten an die Handwerker die höchsten Anforderungen.
Geschweifte Formen, Profile und raffinierte Furnieren erforderten nicht nur handwerkliche Fertigkeit, sondern auch künstlerisches Geschick.

Klassizismus und Biedermeier:

Jetzt erst wurden die Möbel wieder einfacher. Um ein Reißen oder Verziehen großer Flächen möglichst zu verhindern, wurde im Verlauf des 19. Jahrhunderts die Absperrtechnik entwickelt.


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