Index

Vorwort

Form und Technik im Wandel der Stilarten
Alte Möbel erkennen und restaurieren
Bauteile, Konstruktionsprinzipien und Möbeltypen
Echt oder falsch ?
Das Restaurieren

Glossar

letzte Änderung: 22. März 2000


Site designed by WebDev.at

Alte Möbel erkennen und restaurieren

Das Holz - Aufbau des Holzes:

Kernholzbäume: Kiefer, Kirschbaum, Eiche, tropische Hölzer (trockener härter als Splintholz, auch farblicher Unterschied).
Reifholzbäume: Fichte, Buche und Linde (Kern trockener und härter als Splintholz, farblich nicht von Splintholz zu unterscheiden).
Splintholzbäume: Birke, Bergahorn (Splint und Kern in Färbung und Feuchtigkeit gleich)

Holzarten für den Möbelbau: Nußbaum (Walnuß), Kirschbaum (Süßkirsche), Bergahorn (Vogelaugenahorn), Eiche (Stil- und Traubeneiche), Birnbaum , Buche (Rotbuche), Birke, Tanne, Esche, Zitronenholz (Seidenholz), Echtes (Kubamahagoni), Unechtes (Sapeli und Palisander), Rosenholz, Violettholz (Amarandholz)

Aufquellen und Schwinden:

Holz - auch ganz Altes - nimmt aus seiner Umgebung Feuchtigkeit auf und gibt sie wieder ab. Beim Trocknen werden die Holzfasern dünner und auch etwas härter: Das Holz schwindet, umgehend quillt es bei der Aufnahme von Feuchtigkeit und zwar jeweils nach Länge, Breite und Dicke. Diese Schwindung oder Schwund ist je nach Holzart verschieden.

Furnier, Intarsie und Marketerie:

1.) Furnierung: Unterscheidung nach dem Herstellungsverfahren

a.) Sägefurnier: Ältestes Verfahren, kostspielig, da viel Schwund, vorwiegend mit der Hand gesägt, heute Gattersägen, 1-3 mm- Dicke, Vorteil: Holz muß nicht vorbehandelt werden und bekommt keine Risse.

b.) Messerfurnier: Ein Hin-und Hergehendes Messer trennt ähnlich einem großen Hobel Blatt für Blatt. Nachteil: Langwierige Vorbehandlung, Entstehen von Bruchrissen.

c.) Rundgeschälte Furnier: Vorbehandlung wie bei Messerfurnier, Einspannen des Holzstammes in eine drehbankähnliche Maschine, der Holzklotz wird rotierend gegen ein stehendes Messer gedrückt, dünner als Sägefurniere ohne großen Schnittverlust, preiswert herzustellen.

d.) Radialgeschälte Furnier: Verfahren wie beim Spitzen eines Bleistiftes.

e.) Streifenfurnier: Messer- oder Sägefurniere aus der mittleren Partie des Stammes.

f.) Fladerfurnier: Vorwiegend gemaserte Furniere aus dem äußeren Teil des Stammes.

g.) Maserfurnier: Gesägt oder gemäsert aus den Stammteilen, die starke Verwachsungen zeigen.

h.) Wurzelfurnier: Aus dem Wurzelstock eines Baumes lebhafte Maserung.

i.) Hirnholzfurnier: Man sägt dünne Scheiben, quer zum Stamm, schwierig zu verarbeiten, neigen zum Reißen, sind schlecht zu Verleimen.

2.) Intarsien:
Intarsie ist eine Einlegearbeit (Hochblüte Renaissance). Verwendet wurden neben andersfarbigen Hölzern auch Perlmutt, Schildpatt, Metallbleche und Blei.


3.) Marketerie:
Im Gegensatz zu der in das Maßivholz eingelegten Intarsie, bedeckt die Maketerie die ganze Holzoberfläche. Auch diese Technik entwickelte sich in der Renaissance. Um die Begriffe Intarsie und Marketerie auseinanderzuhalten, und Mißverständnisse zu vermeiden, kann als Faustregel genommen werden: Der vorwiegende Teil der historischen Möbel ist nicht intarsiert, sondern marketiert.


sämtl. Inhalte copyright © 2000 by Gebrüder Krawarik
Kandlgasse 13a, 1070 Wien, Österreich
Tel./Fax: (+431) 524 73 92