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Alte
Möbel erkennen und restaurieren |
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Das Holz - Aufbau des Holzes:
Kernholzbäume:
Kiefer, Kirschbaum, Eiche, tropische Hölzer (trockener
härter als Splintholz, auch farblicher Unterschied).
Reifholzbäume: Fichte, Buche und Linde (Kern
trockener und härter als Splintholz, farblich nicht
von Splintholz zu unterscheiden).
Splintholzbäume: Birke,
Bergahorn (Splint und Kern in Färbung und Feuchtigkeit
gleich)
Holzarten für den
Möbelbau: Nußbaum (Walnuß),
Kirschbaum (Süßkirsche), Bergahorn (Vogelaugenahorn),
Eiche (Stil- und Traubeneiche), Birnbaum , Buche (Rotbuche),
Birke, Tanne, Esche, Zitronenholz (Seidenholz), Echtes (Kubamahagoni),
Unechtes (Sapeli und Palisander), Rosenholz, Violettholz
(Amarandholz)
Aufquellen und Schwinden:
Holz - auch ganz Altes -
nimmt aus seiner Umgebung Feuchtigkeit auf und gibt sie
wieder ab. Beim Trocknen werden die Holzfasern dünner
und auch etwas härter: Das Holz schwindet, umgehend
quillt es bei der Aufnahme von Feuchtigkeit und zwar jeweils
nach Länge, Breite und Dicke. Diese Schwindung oder
Schwund ist je nach Holzart verschieden.
Furnier, Intarsie und Marketerie:
1.) Furnierung: Unterscheidung
nach dem Herstellungsverfahren
a.) Sägefurnier: Ältestes Verfahren, kostspielig,
da viel Schwund, vorwiegend mit der Hand gesägt, heute
Gattersägen, 1-3 mm- Dicke, Vorteil: Holz muß
nicht vorbehandelt werden und bekommt keine Risse.
b.) Messerfurnier: Ein Hin-und
Hergehendes Messer trennt ähnlich einem großen
Hobel Blatt für Blatt. Nachteil: Langwierige Vorbehandlung,
Entstehen von Bruchrissen.
c.) Rundgeschälte Furnier: Vorbehandlung wie bei Messerfurnier,
Einspannen des Holzstammes in eine drehbankähnliche
Maschine, der Holzklotz wird rotierend gegen ein stehendes
Messer gedrückt, dünner als Sägefurniere
ohne großen Schnittverlust, preiswert herzustellen.
d.) Radialgeschälte Furnier: Verfahren wie beim Spitzen
eines Bleistiftes.
e.) Streifenfurnier: Messer- oder Sägefurniere aus
der mittleren Partie des Stammes.
f.) Fladerfurnier: Vorwiegend gemaserte Furniere aus dem
äußeren Teil des Stammes.
g.) Maserfurnier: Gesägt oder gemäsert aus den
Stammteilen, die starke Verwachsungen zeigen.
h.) Wurzelfurnier: Aus dem Wurzelstock eines Baumes lebhafte
Maserung.
i.) Hirnholzfurnier: Man sägt dünne Scheiben,
quer zum Stamm, schwierig zu verarbeiten, neigen zum Reißen,
sind schlecht zu Verleimen.
2.) Intarsien:
Intarsie ist eine Einlegearbeit
(Hochblüte Renaissance). Verwendet wurden neben andersfarbigen
Hölzern auch Perlmutt, Schildpatt, Metallbleche und
Blei.
3.) Marketerie:
Im Gegensatz zu der in das Maßivholz
eingelegten Intarsie, bedeckt die Maketerie die ganze
Holzoberfläche. Auch diese Technik entwickelte sich
in der Renaissance. Um die Begriffe Intarsie und Marketerie
auseinanderzuhalten, und Mißverständnisse zu
vermeiden, kann als Faustregel genommen werden: Der vorwiegende
Teil der historischen Möbel ist nicht intarsiert,
sondern marketiert.

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